Augenklinik

Besser sehen, besser leben

Das Augenlicht ist ein kostbares Gut und ein Verlust der Sehkraft führt zum Verlust von Lebensqualität und Selbständigkeit. Die Augenklinik KSA Aarau mit langjähriger Erfahrung behandelt das gesamte Spektrum der Augenerkrankungen und Augenverletzungen, im Notfall auch rund um die Uhr.

Im Dienst Ihrer Sehkraft

Jede Augenerkrankung muss individuell abgeklärt und behandelt werden. Mein Ärzte- und Pflegeteam steht Ihnen mit grossem Fachwissen und Engagement zur Seite, damit wir gemeinsam eine Lösung für Ihr Augenproblem finden.

Prof. Dr. med. univ. Marcel Menke Chefarzt Ophthalmologie, Klinikleitung
Diagnostik- und Behandlungsangebot

Das ganze Auge – von vorne bis hinten

 

  • Lider, Tränenwege und Ästhetik 
  • Orbita – Augenhöhle
  • Trockenes Auge 
  • Hornhaut
  • Grünen Star (Glaukom)
  • Grauen Star (Katarakt)
  • Uveitis
  • Netzhauterkrankungen
  • Neuroophthalmologie und Schielen (Strabismus)
  • Kindersprechstunde
  • Okuläre Tumore
 

Viele Augenerkrankungen betreffen auch andere Organsysteme. Aus diesem Grund arbeiten wir intern in der KSA Gruppe, aber auch extern interdisziplinär mit anderen medizinischen Fachgebieten und Kooperationspartnern zusammen. Für operative Eingriffe verfügt die Augenklinik über eigene moderne Operationseinrichtungen.

Die Augenklinik ist eine Weiterbildungsstätte der Kategorie A des Schweizerischen Instituts für ärztliche Weiter- und Fortbildung (SIWF).

Wie Sie uns erreichen

Notfälle

In dringenden Fällen sind wir auch nachts, an Wochenenden und Feiertagen für Sie da.

  • Montag bis Freitag, 08:00 – 17:00 Uhr | Ambulatorium, Haus 60, 3. Obergeschoss
  • 24/7 inkl. Feiertage: Haus 4, 2. Obergeschoss, Station 421

Bitte beachten Sie, dass die Patientenanmeldung ab 17:00 und an den Wochenenden im Haus 1 stattfindet. 

Notfälle werden stets nach Dringlichkeit priorisiert werden. 

Eine telefonische Voranmeldung ist nicht zwingend erforderlich, kann aber Wartezeiten verkürzen.

KSA Kantonsspital Zentrale | Notfall Augenklinik: +41 62 838 41 41

Augennotfälle 
Wann sollten Sie sofort ärztliche Hilfe suchen?

Augenprobleme können beängstigend sein – doch nicht immer ist sofort klar, wann es sich um einen Notfall handelt. Manche ernsten Augenerkrankungen zeigen anfangs nur leichte Symptome, die sich jedoch schnell verschlimmern können.

Damit Sie in einer kritischen Situation richtig reagieren, haben wir die wichtigsten Notfälle und Erste-Hilfe-Massnahmen für Sie zusammengefasst.

Sofort (Notfall, innerhalb von Minuten bis Stunden)

  • Akuter Sehverlust, ganz hell oder ganz dunkel
  • Starke Augenschmerzen mit Übelkeit mit Sehen von unterschiedlichen Farben
  • Zunehmende Augenrötung, Schmerzen und Sehminderung postoperativ
  • Augenverletzungen (chemische Verätzungen, Fremdkörper, perforierende Verletzungen)
  • Plötzlicher starker Schwindel und Doppelbilder
  • Plötzlicher, extrem roter und schmerzhafter Augapfel

Innerhalb von 24 Stunden

  • Lichtblitze und Russregen
  • Akute Entzündung der Lider oder Bindehaut mit Eiterfluss ohne Sehminderung

Innerhalb weniger Tage

  • Langsam zunehmende Sehverschlechterung
  • Augenbrennen und Fremdkörpergefühl

Unser Rat: Lieber einmal zu viel zum Arzt als zu wenig.

Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Beschwerden ernst sind, zögern Sie nicht - Kontaktieren Sie uns.

 

Unsere Leistungen und Sprechstunden

Wir sind für Sie da

Aktuelle Veranstaltungen

Wo Sie uns finden

Augenklinik Haus 60 Tellstrasse 25 5001 Aarau

Häufige Fragen

  • Die Augenklinik des KSA arbeitet eng mit dem Strassenverkehrsamt des Kantons zusammen. Fahrtauglichkeitsuntersuchungen werden selbstverständlich von uns angeboten. Häufig klären wir auch Spezialfälle ab.

  • Die Augenklinik des KSA bietet einen 24 Stunden/365 Tage Augennotfalldienst an. Sie können mit einem akuten Problem also jederzeit direkt zu uns kommen. Ansonsten erfolgt meist eine Terminvereinbarung über einen zuweisenden Arzt. Dies kann aber auch der Hausarzt, Kinderarzt o.ä. sein.

  • Kommen Sie umgehend in unseren Augennotfall für eine Abklärung. Einige Augenleiden müssen rasch behandelt werden, um die Sehfähigkeit erhalten zu können.

  • Natürlich können Sie sich mit ihrem Problem an unsere Augenklinik wenden, um eine 2. Meinung einzuholen. Es ist trotzdem hilfreich, einen Arztbrief der Erstuntersuchung mitzubringen oder uns vorab zu schicken.

  • Blitze und schwarze Punkte sowie Gesichtsfeldausfälle können Zeichen einer Netzhautablösung sein. Unbehandelt kann eine Netzhautablösung zur Erblindung führen. Wir empfehlen eine rasche augenärztliche Untersuchung. Unser Notfall ist rund um die Uhr für Sie geöffnet.

Aktuelle Studien und Veröffentlichungen

  • Sehbehinderungen und Blindheit haben einen enormen Einfluss auf die Lebensqualität einer Person. Unabhängig von der genetischen oder nicht-genetischen Ursache ist der Verlust von Fotorezeptoren und Ganglienzellen das charakteristische Merkmal der meisten Blindheitskrankheiten in der Ophthalmologie. Mehr als 200 Gene wurden mit erblichen Netzhauterkrankungen in Verbindung gebracht, die zu Blindheit führen, während nur sehr wenige Gentherapieanwendungen für den therapeutischen Einsatz zugelassen sind. Daher besteht die grösste Herausforderung bei erblichen Netzhauterkrankungen in der Verfügbarkeit von Behandlungsmöglichkeiten. Um eine Behandlung zu ermöglichen, sind neuartige neuroprotektive Ansätze erforderlich, die den Verlust von Nervenzellen verlangsamen oder stoppen und gleichzeitig die Funktion der Netzhauneuronen erhalten. Mehr als zwei Drittel der bestehenden Gentherapie-Studien für die Netzhaut basieren auf der Bereitstellung einer gesunden Kopie des mutierten Gens. Trotz positiver Ergebnisse eliminieren diese Ansätze nicht zwangsläufig die fortschreitende Degeneration. In diesem Fall sind zusätzliche neuroprotektive Strategien zum Stoppen des anhaltenden neuronalen Verlusts notwendig. Das Hauptziel des Projekts ist die Entwicklung und Validierung von auf Multiplex-Gengenregulation basierenden Therapien zum Schutz der Netzhaut bei Netzhauterkrankungen. Dieser einzigartige Ansatz wird künstliche Transkriptionsfaktoren nutzen, um auf die Überexpression von neuroprotektiven Genen in verschiedenen Dosen in der Netzhaut abzuzielen. Dies wird einen wichtigen Schritt darstellen, um mehrere neuroprotektive Behandlungen gleichzeitig und in vordefinierten Dosierungen zu erreichen. Kürzlich haben wir mehrere künstliche Transkriptionsfaktoren entwickelt, die vier etablierte neuroprotektive Faktoren umfassen, darunter Lif, Cntf, Fgf2 und Manf. Hier werden wir die sicheren Dosierungen und Kombinationen neuroprotektiver künstlicher Transkriptionsfaktoren in vivo festlegen und sie in Krankheitsmodellen validieren, die voraussichtlich die Netzhauneuronen und somit das Sehvermögen der Patientinnen und Patienten bei verschiedenen neurodegenerativen Erkrankungen schützen werden.

    Dieses Forschungsprojekt wird in Zusammenarbeit mit Prof. Cavit Agca von der Sabanci Universität Istanbul und Prof. Albert Neutzner von der Universität Basel durchgeführt und von der Velux Stiftung unterstützt.

  • In Zusammenarbeit mit dem Universitätsspital Bern wird untersucht ob eine Botox-Schielbehandlung gleich wirksam ist wie eine herkömmliche Schieloperation. Es können Kinder und Jugendliche mit einem grosswinkligen Innenschielen eingeschlossen werden, welche in der Vergangenheit über die Fähigkeit zum beidäugigen Sehen (Stereosehen) verfügt haben.

    Dr. med. Dr. phil. Muriel Dysli

  • Eine multizentrische Zusammenarbeit zur Beurteilung der Effizienz und Sicherheit der XEN Implantate bei Glaukompatienten. 

    Dr. med. Anthia Papazoglou, MSc
    PD Dr. med. Markus Tschopp, MSc

  • Eine interdisziplinäre Auswertung der Augenbeteiligung bei Sars-CoV-2 erkrankten hospitalisierten Patienten. 

    Dr. med. Anthia Papazoglou, MSc             
    PD Dr. med. Markus Tschopp, MSc    
    PD Dr. med. Anna Conen, MSc

  • Eine Auswertung der retinalen Perfusion mittels OCTA nach Subtenonblock.

    Dr. med. Anthia Papazoglou, MSc
    PD Dr. med. Markus Tschopp, MSc

  • Bei einer Lähmung des Gesichtsnervs (auch Fazialisparese genannt) kommt es häufig zu einem reduzierten Blinzeln und einem inkompletten Lidschluss. Dies kann zu einer trockenen Hornhaut führen. Eine trockene Hornhaut hat die Gefahr einer Narbenbildung, Schmerzen, und schlimmstenfalls eine starke Minderung des Sehens. Ziel dieser Studie ist es in Zusammenarbeit mit dem NeuroengineeringLab der ETH Zürich, ein effizientes, sicheres und komfortables medizinisches Gerät zu entwickeln, mit dem ein effektives Blinzeln erreicht werden kann. 

    Kollaboration mit der ETH Zürich

    Studienverantwortliche KSA Augenklinik:

    Dr. med. Anthia Papazoglou, MSc                           
    PD Dr. med. Markus Tschopp, MSc
    Prof. Dr. med. Marcel N. Menke

    Dr. med. Stefan Trachsler

  • Die VOYAGER-Studie ist eine praxisnahe Langzeit-Datenerfassung, die darauf abzielt, klinische Erkenntnisse über ophthalmologische Produkte von Roche zu gewinnen. Sie untersucht die Sicherheit und Wirksamkeit von Faricimab bei neovaskulärer altersbedingter Makuladegeneration (nAMD) und diabetischem Makulaödem (DME) in der klinischen Praxis. Ziel ist es, Erkenntnisse über die Langzeitergebnisse dieser Behandlungen in realen Bedingungen zu gewinnen, ohne vorgeschriebene Besuchstermine oder Bildgebungsprotokolle.