Unter der Schneedecke – Studie untersucht Rettungssystem für Lawinenopfer
25. März 2025
Jährlich sterben rund 100 Menschen in den Alpen durch Lawinen, oft durch Ersticken unter der Schneedecke. Ein modernes Rettungssystem, die AvaLung, könnte die Überlebenszeit verlängern, indem es CO2 ableitet und die Sauerstoffzufuhr verbessert. Fabian Schärli, Assistenzarzt der Pneumologie und Schlafmedizin am KSA, hat im Rahmen seiner Doktorarbeit die Wirksamkeit dieses Rettungssystems unter die Lupe genommen.
- Autor / Autorin KSA
- Lesedauer ca. 5 Minuten
- Themen Forschung und Innovation
Für die Untersuchungen wurden die Probanden zwei Mal unter kontrollierten Bedingungen mit Oberkörper und Kopf in einer simulierten Lawine verschüttet – einmal mit und einmal ohne das AvaLung-Rettungssystem. Die Kunsteisbahn Aarau stellte hierfür den Schnee zur Verfügung. Während dem Versuch wurden Atemgaswerte wie Sauerstoff- und Kohlendioxidkonzentrationen gemessen, um die Auswirkung der AvaLung auf die Überlebenszeit zu analysieren. Zudem wurde dokumentiert, nach welcher Zeit der Test aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden musste, etwa aufgrund von Atemnot oder sich verschlechternden Blutwerten.
Die Studie war ein so genannter Investigator Initiated Trial – also eine von den Forschern selbst initiierte Untersuchung. Dass solche unabhängigen und praxisnahen Studien am KSA durchgeführt werden, unterstreicht die hohe Forschungsqualität und das Engagement des Spitals für Innovation.
Die Klinik für Pneumologie und Schlafmedizin am KSA, unter der Leitung von Prof. Dr. med. Hans-Joachim Kabitz, ist als Teil der Medizinischen Universitätsklinik eine anerkannte Weiterbildungsstätte für Ärztinnen und Ärzte und engagiert sich neben der spezialisierten Behandlung von Atemwegs- und Schlafstörungen aktiv in der klinischen Forschung.
Die entstandenen Fotos geben einen spannenden Einblick in die intensiven Testbedingungen und den Einsatz aller Beteiligten.








